Revolution!?
Ein Schauspiel zu den politischen Umbrüchen in Deutschland 1918/19

In enger Zusammenarbeit mit dem Museum für Hamburgische Geschichte, das vom 25. April 2018 bis zum 24. Februar 2019 eine Sonderausstellung zum Thema „Revolution 1918/1919 in Hamburg“ zeigen wird, entsteht eine Theaterproduktion, die ihren Ausgangspunkt in den tatsächlichen historischen Ereignissen der Monate Oktober 1918 bis Sommer 1919 hat.
Im Mittelpunkt unserer Erzählung „Revolution!?“ stehen fünf Protagonisten: Ein Kieler Matrose, eine Hamburger Fabrikarbeiterin, ein Freikorpsmann, Reichswehrminister Noske und der Hamburger Bürgermeister Werner von Melle. Einige unserer Protagonisten sind fiktiv, andere existierten real. In unserer Theateranordnung werden sie sich begegnen: ihre Geschichten und Loyalitätskonflikte spiegeln diese wirren Zeiten.
Mit: Michael Bideller, Oliver Hermann, Mignon Remé, Erik Schäffler, Markus Voigt
Regie: Erik Schäffler, Musik: Markus Voigt, Text: Erik Schäffler & Ensemble, Bühne & Projektion: Oliver Hermann, Kostüm: Frauke Volkmann, Fotografie: Alexandra Calvert, Grafik: Marcella Braun
Der Trailer
Unsere Geschichte
Der Erzählstrang führt von der Meuterei der Kieler Matrosen im Okt./Nov. 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte hin zur Rätebewegung in Hamburg, der letztlichen Hinwendung zur parlamentarischen Demokratie, den Gründen und Auswirkungen der „Sülzeunruhen“ in Hamburg als letztem Höhepunkt der Auseinandersetzungen bis hin zur gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen durch die Freikorps, federführend unter Reichswehrminister Noske.
So versuchen wir, Geschichte von unten wie von oben zu zeigen. Jede einzelne Figur steckt in tiefsten Solidaritäts- und Loyalitätskonflikten. Wir veranschaulichen, wie sehr Hunger und Aussichtslosigkeit, aber auch die Verheißung einer neuen menschlicheren Zeit die Gefühle bestimmen und unter welchen Opfern diese Menschlichkeit verloren geht bzw. bewahrt bleibt.
Wir stellen auch – aus heutiger Sicht – die Frage, welche politischen und gesellschaftlichen Modelle damals möglich gewesen wären und der „Notwendigkeit“ und politischen Pragmatik geopfert wurden.
Für umfassende historische historische Beratung danken wir herzlich Herrn Dr. Christian Lübcke.
“[…] Spät nachts läuft der Zug in einen großen Bahnhof ein. Ich lese HAMBURG. Die Halle ist von tobendem Lärm erfüllt. Auf Treppen, auf Bahnsteigen und Gängen sind Menschenmassen in Bewegung. Der Bahnhof gleicht einem ungeheuren Theater mit zahllosen Galerien und vielen Bühnen, auf denen wilde Massenszenen gespielt werden. Ein Strom von Menschen reißt uns alle auseinander. Auf einmal bin ich allein in einer Masse feldgrauer Soldaten. Was ich nun tue, geschieht rein instinktiv: Mich unsichtbar machen! So sein wie alle, die hier herumwimmeln! In einer dunklen Ecke nehme ich mein Mützenband herunter und lege es verkehrt, wie alle Matrosen ihre Mützenbänder tragen, in Vexierschrift. Den Militärpass stecke ich in meinen linken Schuh, die losgeschnittene Kaiserkrone in den rechten. Ich dränge mich in die Menge, wo sie am dichtesten ist, lasse mich treiben im Strom.”
– Aus dem Tagebuch eines Seekadetten
“Die „Begleitung“ führte ein Matrose, einer der Haupträdelsführer, den ich gleich zuerst harsch Anfuhr und der darauf die Hacken zusammen nahm und mich mit „Herr Oberleutnant“ anredete; ein Zeichen, dass diese Kerls im Grunde doch feige sind. Natürlich liess ich die Kompanie auf mein Kommando hin antreten und in den Bahnhof einrücken ohne mich um die Halunken weiter zu kümmern. Eine unvergessliche Schmach war es aber doch, hinter dem roten Fetzen, den ein Kerl trug, herziehen zu müssen. Welcher preussische Offizier hätte das vor kurzer Zeit noch für möglich gehalten!
Mit dem heutigen Tage hat die kaiserliche Marine aufgehört zu bestehen und die Revolution in Deutschland hat ihren Anfang genommen.”
– Aus dem Tagebuch eines Oberleutnants
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Besucher:innen und Presse sind begeistert
Geschichte erfassbar! Ein sehr anregendes, unterhaltsames Stück ohne Belehrung, sondern zum Lernen.
Vielen Dank für dieses grandiose Theaterstück und das Auffrischen des Geschichtsunterrichts.
Ein Anmutung von tatsächlicher Zeitzeugenschaft – toll!
Begeisternd, mitreißend und emotional. Wäre mein Geschichtsunterricht so gewesen, dann wäre ich heute Historiker.
Ein Abend, der im Gedächtnis bleiben wird! Wir sind tief beeindruckt von der packenden Inszenierung. Sie haben ein wichtiges Thema der deutschen Geschichte mit klaren Bildern präsentiert, die Wirrnisse der Zeitenwende mutig auf die Bühne gebracht!“
Packend: Die Revolution als Theaterstück. Einen historischen Zeitabschnitt in ein dramaturgisches Konzept zu gießen ist eine Herausforderung. Wie es gelingen kann, dokumentiert die mit langem Beifall bedachte Urau]ührung „Revolution!?“ vom Axensprung Theater. Die Gruppe zeigt fortan ein Schauspiel, das die politischen Umbrüche in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg dokumentiert.
Eine Geschichtsstunde der Extraklasse: Live, in Farbe, mit Musik und Originalzitaten und -bildern aus einer turbulenten Zeit. Eine ebenso lebendige, wie packende Leistung bringt das Ensemble auf die Bühne.
Das KreativTeam
Schauspieler, Autor, Sprecher

Schauspielerin, Regisseurin

Schauspieler, Autor, Regisseur

Schauspielerin, Sprecherin

Schauspieler, Komponist, Autor

Schauspielerin, Sprecherin

Schauspieler, Autor, Veranstaltungsmanager

Kostümbildnerin

Grafiker

Fotografin

Maler, Zeichner, Regisseur

Schauspieler, Fotograf, Webdesigner











